Hitze ist das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Sie kann für alle gefährlich werden und das Risiko wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Doch das Bewusstsein für die Gefahren von Hitze und die Maßnahmen zum Schutz, insbesondere für gefährdete Personen, sind in der Bevölkerung noch unzureichend. Jetzt ist es an der Zeit, das zu ändern.
Dabei steht der Vernetzungsgedanke ganz vorne. Denn nur gemeinsam kann Hitzeschutz vorangetrieben werden. Jede Veranstaltung, jede Aktion die im Rahmen des Hitzeaktionstages 2026 stattfindet, kann viel bewegen.
Wir freuen uns, wenn Sie sich als Institution, Verband oder Einzelperson beteiligen.

Achim Meyer auf der Heyde, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege

„Extreme Hitze entwickelt sich auch in Deutschland zu einer der größten klimabedingten Gesundheitsgefahren, mit potenziell vielen Todesfällen bei jeder Hitzewelle. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Sie müssen besser geschützt werden. Dafür braucht es gemeinsam mit den Akteur*innen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen entwickelte Hitzeaktionspläne, die verbindlicher Bestandteil kommunaler Klimaanpassungskonzepte werden. Gleichzeitig ist klar: Wirksamer Hitzeschutz erfordert gezielte Investitionen. Kommunen und gemeinnützige soziale Einrichtungen müssen finanziell so ausgestattet werden, dass sie notwendige Maßnahmen flächendeckend umsetzen können.“ Bildquelle: Der Paritätische Gesamtverband

Dr. med. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer

„Hitzewellen gefährden Menschenleben – und sie werden häufiger, länger und intensiver. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Was Deutschland dringend braucht, sind verbindliche Hitzeschutzpläne, klare Zuständigkeiten und gezielte Unterstützung für besonders gefährdete Menschen. Wir Ärztinnen und Ärzte stehen bereit – aber wir können das nicht allein leisten. Denn Hitzeschutz beginnt nicht erst in Arztpraxen und Krankenhäusern, sondern in den Städten, Schulen, Unternehmen, Pflegeeinrichtungen – und in jedem Zuhause. Daher müssen Politik, Kommunen und Gesellschaft gemeinsam handeln.“ Bildquelle: Die Hoffotografen

Prof. Dr. Henriette Neumeyer, Stellv. Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft

„Wir setzen gemeinsam ein starkes Zeichen, denn Hitzeschutz darf keine Frage einer einzelnen Organisation sein, sondern muss sektoren- und stakeholderübergreifend im deutschen Gesundheitswesen gedacht und umgesetzt werden. Für die Kliniken sind die immer längeren Hitzeperioden und ihre Folgen schon lange ein Thema. So setzen sie bereits jetzt Maßnahmen zum Patienten- und Mitarbeiterschutz um. Klimawandel und -anpassung sind für die Krankenhäuser aber auch eine personelle und finanzielle Herausforderung. Krankenhäuser benötigen ein substanzielles Investitionsprogramm, das den enormen Anforderungen bei Umbau und Sanierung der oft sehr alten Gebäude gerecht wird. Nur so können die Kliniken ihren vollen Beitrag leisten und Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte vor den Folgen des fortschreitenden Klimawandels bestmöglich schützen.“ Bildquelle: DKG Lopata

Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes

„Als gesetzliche Krankenversicherung übernehmen wir beim Hitzeschutz Verantwortung. Mit ihren Präventionsangeboten unterstützen die Krankenkassen Versicherte, Verantwortliche in Lebenswelten und Betrieben sowie Kommunen beim Hitzeschutz. Hitzeaktionspläne müssen als Teil der Klimaanpassung als kommunale Aufgabe gesetzlich verankert und von Bund und Ländern finanziell und personell unterstützt werden. Nur so können Kommunen Hitzeaktionspläne entwickeln und umsetzen, an denen alle relevanten Partner – auch die Krankenkassen – beteiligt sind und die weit über den Hitzeaktionstag hinaus wirken.“ Bildquelle: GKV-Spitzenverband

Jana Luntz, Präsidiumsmitglied Deutscher Pflegerat

„Hitze kann tödlich sein – vor allem für ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen. Pflegefachpersonen sind oft die Ersten, die warnen, handeln und schützen. Deshalb braucht es endlich verbindliche Strukturen, die ihre Expertise in Hitzeschutzplänen ernst nehmen und stärken. Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz – und der beginnt bei der Pflege.“ Bildquelle: Deutscher Pflegerat

Dr. med. Martin Herrmann, Vorstandsvorsitzender KLUG e.V.

„Die Gesundheitsgefahren durch Hitze nehmen als Folge der Klimakrise weiter zu. Daher müssen wir gesundheitlichen Hitzeschutz in alle Infrastruktur-, Bau- und Stadtentwicklungsmaßnahmen integrieren und Klimaschutz als wichtigstem Gesundheitsprojekt unserer Zeit höchste Priorität geben.“ Bildquelle: KLUG Vorsitzender Martin Herrmann