Hitze ist das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Sie kann für alle gefährlich werden und das Risiko wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Doch das Bewusstsein für die Gefahren von Hitze und die Maßnahmen zum Schutz, insbesondere für gefährdete Personen, sind in der Bevölkerung noch unzureichend. Jetzt ist es an der Zeit, das zu ändern.
Dabei steht der Vernetzungsgedanke ganz vorne. Denn nur gemeinsam kann Hitzeschutz vorangetrieben werden. Jede Veranstaltung, jede Aktion die im Rahmen des Hitzeaktionstages 2026 stattfindet, kann viel bewegen.
Wir freuen uns, wenn Sie sich als Institution, Verband oder Einzelperson beteiligen.

Kathrin Sonnenholzner, Vorsitzende des Präsidiums AWO Bundesverband

 „Als Arbeiterwohlfahrt verstehen wir uns als Sozialanwältin für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Ihre Bedürfnisse müssen besonders in den Blick genommen werden und Hitzeschutzmaßnahmen ihnen zugutekommen. Denn die Klimakrise ist ungerecht: Insbesondere diejenigen, die unterdurchschnittlich zu ihr beigetragen haben, leiden oft am stärksten unter den Auswirkungen. Gleichzeitig haben sie weniger Ressourcen sich entsprechend zu schützen. Hier müssen wir deshalb gemeinsam aktiv werden!“ Bildquelle: AWO Bundesverband

Dr. med. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer

„Hitzewellen gefährden Menschenleben – und sie werden häufiger, länger und intensiver. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Was Deutschland dringend braucht, sind verbindliche Hitzeschutzpläne, klare Zuständigkeiten und gezielte Unterstützung für besonders gefährdete Menschen. Wir Ärztinnen und Ärzte stehen bereit – aber wir können das nicht allein leisten. Denn Hitzeschutz beginnt nicht erst in Arztpraxen und Krankenhäusern, sondern in den Städten, Schulen, Unternehmen, Pflegeeinrichtungen – und in jedem Zuhause. Daher müssen Politik, Kommunen und Gesellschaft gemeinsam handeln.“ Bildquelle: Die Hoffotografen

Prof. Dr. Henriette Neumeyer, Stellv. Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft

„Wir setzen gemeinsam ein starkes Zeichen, denn Hitzeschutz darf keine Frage einer einzelnen Organisation sein, sondern muss sektoren- und stakeholderübergreifend im deutschen Gesundheitswesen gedacht und umgesetzt werden. Für die Kliniken sind die immer längeren Hitzeperioden und ihre Folgen schon lange ein Thema. So setzen sie bereits jetzt Maßnahmen zum Patienten- und Mitarbeiterschutz um. Klimawandel und -anpassung sind für die Krankenhäuser aber auch eine personelle und finanzielle Herausforderung. Krankenhäuser benötigen ein substanzielles Investitionsprogramm, das den enormen Anforderungen bei Umbau und Sanierung der oft sehr alten Gebäude gerecht wird. Nur so können die Kliniken ihren vollen Beitrag leisten und Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte vor den Folgen des fortschreitenden Klimawandels bestmöglich schützen.“ Bildquelle: DKG Lopata

Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes

„Als gesetzliche Krankenversicherung übernehmen wir beim Hitzeschutz Verantwortung. Mit ihren Präventionsangeboten unterstützen die Krankenkassen Versicherte, Verantwortliche in Lebenswelten und Betrieben sowie Kommunen beim Hitzeschutz. Hitzeaktionspläne müssen als Teil der Klimaanpassung als kommunale Aufgabe gesetzlich verankert und von Bund und Ländern finanziell und personell unterstützt werden. Nur so können Kommunen Hitzeaktionspläne entwickeln und umsetzen, an denen alle relevanten Partner – auch die Krankenkassen – beteiligt sind und die weit über den Hitzeaktionstag hinaus wirken.“ Bildquelle: GKV-Spitzenverband

Jana Luntz, Präsidiumsmitglied Deutscher Pflegerat

„Hitze kann tödlich sein – vor allem für ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen. Pflegefachpersonen sind oft die Ersten, die warnen, handeln und schützen. Deshalb braucht es endlich verbindliche Strukturen, die ihre Expertise in Hitzeschutzplänen ernst nehmen und stärken. Klimaschutz ist auch Gesundheitsschutz – und der beginnt bei der Pflege.“ Bildquelle: Deutscher Pflegerat

Dr. med. Martin Herrmann, Vorstandsvorsitzender KLUG e.V.

„Die Gesundheitsgefahren durch Hitze nehmen als Folge der Klimakrise weiter zu. Daher müssen wir gesundheitlichen Hitzeschutz in alle Infrastruktur-, Bau- und Stadtentwicklungsmaßnahmen integrieren und Klimaschutz als wichtigstem Gesundheitsprojekt unserer Zeit höchste Priorität geben.“ Bildquelle: KLUG Vorsitzender Martin Herrmann